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naturzeit friends unterwegs Anna + Johannes in Tibet/China

naturzeit friends unterwegs Anna + Johannes in Tibet/China

Als wir klein waren wollten wir auch immer, wie die Helden aus unseren Buechern, ins Unbekannte loslaufen. Ueber Berg und Tal, durch Fluesse und Waelder, nicht wissend was hinter der naechsten Lichtung kommt, neue Freunde machen und trotz aller Widrigkeiten unser Ziel verfolgen. Das ist ein Grund warum wir schon immer eine grosse Reise machen wollten. Es ist ein Grund fuer uns draussen zu sein.
In Chinas Suedwesten an der tibetischen Grenze sind wir wieder einmal einfach drauf losgelaufen. Unser Ziel war „gen Sueden“. Wir dachten wir muessten bald auf eine Hauptstrasse kommen, aber wir liefen immer mehr ins Nirgendwo und mitten rein in unser Abenteuer. Die Landschaft war malerisch und wir sind auf 4500m Hoehe an vier Sechstausendern vorbei, sind durch ewig weite Taeler gelaufen durch die sich wunderschoene Fluesse schlaengelten und haben tibetische Doerfer gesehen, die wohl noch nie ein Tourist zuvor gesehen hat.

Wir haben uns hoffnungslos verlaufen, haben aber eins der groessten Abenteuer unserer Reise erlebt. Die Tibeter haben uns mit offenen Armen empfangen und wir haben neben uralten, zahnlosen Frauen am Feuer gesessen und haben gegessen. Wir haben unter freiem Himmel geschlafen, taeglich um Wasser gekaempft, unsere Essen wurde knapp und dieser sonderbare Weg fuehrte uns Tag fuer Tag durch nie enden wollende Taeler und wir waren in dem ueberbevoelkerten China in so einer gottverlassenen Gegend, wie wir es uns nie ertraeumt haetten. Manchmal lagen unsere Nerven blank und die ein oder andere Traene floss.
Einmal sind wir im Nirgendwo auf Strassensprengarbeiten mitten in den Bergen gestossen. Ueber uns war 60m poroese Schieferwand, neben uns ging es 400m steil runter ins Tal. Jede Sprengung konnte massive Steinschlaege ausloesen. Wir mussten mittendurch, es war der einzige Weg. Alle Arbeiter dort – oft Jugendliche – befanden sich in Lebensgefahr und wir auch. Aber im Nachhinein ist es unfassbar, dass wir erleben durften unter welchen Bedingungen dort gearbeitet wird. Diese zwei Wochen waren wirklich wie in unseren Buechern. Wir trafen die freundlichsten Menschen, haben die grosse Gefahren erlebt und nie Gesehenes gesehen.
Deswegen sind wir draussen, um zu weinen und zu lachen und zu lernen was wir zuhause nicht lernen koennen. Wir sind draussen, weil wir einfach losgehen wollen. Nachdem wir es „gen Sueden“ geschafft haben, ueberqueren wir die Grenze nach Laos und seinem riesigen Namtha Regenwaldgebiet im Norden. Wir werden berichten…


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