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naturzeit-Friends unterwegs – Anna & Johannes in Laos

naturzeit-Friends unterwegs - Anna & Johannes in Laos

Wir gehen durch das Nam Ha Schutzgebiet. Ein tropisches Regenwaldgebiet von 2,224 km² im Norden von Laos. Laos ist fuer uns das Land der spielenden Kinder und alle Menschen sind unglaublich nett. Hier in Laos gibt es viele kleine Volksgruppen wie z. B. die Schwarzen Tai, die Akha, die Hmong, die Lao Leu, die Khmu und einige mehr.

Phuk, ein Mann aus dem Stamm der Khmu, bringt uns durch den Dschungel. Waehrend dieser drei Tage koennen wir ziehmlich weit in den Wald vordringen. Oft sind die Wege so ueberwuchert, dass Phuk mit seiner Machete ziehmlich viel freihacken muss. Der kleine Mann laeuft mit seinen alten, provisorisch geflickten Flip Flops so schnell durch unwegsames Gelaende, dass wir staunen und mit unseren Top Wanderschuhen hinterherstolpern. Nebelparder, Elephanten, Gibbons, Leoparden und Tiger soll es hier geben, jedoch halten sich die grossen Tiere von den Menschen fern. Wir sehen zahlreiche bunte Voegel, Affen, eine Zibetkatze und viele, viele Insekten. Grosse Spinnen, Hornkaefer, Gottesanbeterinnen, riesige Ameisen und  mehr. Nachts schlafen wir in einer offenen Holzhuette und muessen erstmal schlucken als wir die zwei grossen, schwarzen, haarigen Spinnen sehen, die sich schnell in irgendwelche Ritzen verkriechen. Zuhause haetten wir mit denen sicher kein Auge zu gemacht, hier muss man sich wohl dran gewoehnen. Nachts ist es so laut, als haetten wir eine CD mit Dschungelgeraeuschen auf voller Lautstaerke laufen. Wir muessen uns hier an einiges gewoehnen, u. a. an die schwarzen, wurmgleichen Blutegel die sich ueberall festsaugen um an unser Blut zu kommen.

Der  Wald ist wunderschoen, riesige Baeume, Lianen, wilde Bananenpalmen, bunte Blueten und Baeume die von oben nach unten wachsen. An einem Tag laufen wir durch das Dorf eines Bergstammes. Wir werden eingeladen die selbstgebaute Bambusbong zu rauchen. Die Menschen wohnen in den simpelsten Huetten aus Palmblaettern und laufen nur mit Lendenschurz bekleidet rum. Aber fast jede Huette hat hier mitten in diesem riesigen Wald, eine mini Solaranlage, so dass jeder Radio hoeren kann.

Es ist so unglaublich fuer uns hier sein zu duerfen. Wie schoen und anders die Natur hier ist und wie simpel und hart das Leben fuer die Menschen hier ist. Wir kochen Suppe aus den Bananenbluetten die wir auf unserem Marsch durch den Wald sammeln und Phuk baut fast alles aus Bambus, von der Floete bis zum Trinkbecher. Nach der Mongolei und China sind wir hier auf einem ganz anderen Stueckchen Erde gelandet und wir staunen wie viel die Erde zu bieten hat und was wir alles von ihr sehen und mit ihr erleben koennen. Es geht weiter Richtung Sueden, wir werden berichten.


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