News

Outdoor Blog für Ausrüstung, Touren und Erlebnisse

Erfahrungsbericht von Tobi über den Salewa Ergo

Salewa Ergo – ein Erfahrungsbericht

Das Salewa Ergo ist nach einer Eingewöhnungsphase mein bevorzugtes Sicherungsgerät Bild 5
für das Sportklettern geworden. Bei dem wöchentlichen Klettern in der Halle
sowie bei kurzen Routen am Fels verwende ich inzwischen nichts anderes mehr zum Sichern.

Mittlerweile gibt es eine breite Vielfalt an Sicherungsgeräten. Während der HMS und das Tube für alpine Touren und bei Mehrseillängen nach wie vor der Standard sind, haben sich für das Sportkletten sogenannte halbautomatische Sicherungsgeräte durchgesetzt.

Durch die Blockierfunktion entsteht ein deutliches Sicherheitsplus! Nicht ohne Grund gibt der DAV die offizielle Empfehlung raus, in Kletterhallen und Klettergärten ausschließlich mit Halbautomaten zu sichern!

Bild 1Nun stellt sich die Qual der Wahl, welches denn das geeignetste ist. Ob GriGri, Smart, MegaJul, Eddy, Chinch, Matik, ClickUp oder Ergo…jedes Sicherungsgerät hat seine Eigenarten und die Handhabung muss grundsätzlich erst eingeübt werden.

Das Salewa Ergo unterscheidet sich in Bezug auf die Seilführung nicht
stark von einem Tube-Sicherungsgerät. Das Seil wird so eingelegt wie es auch seitlich symbolisch gekennzeichnet ist – das Bremsseilweg vom Körper, das Sicherungsseil auf der körperzugewandten Seite. Wird das Bremsseil nach unten gehalten und es kommt Zug auf den Sicherungsstrang, blockiert das Gerät die Seilbewegung vollständig. Durch leichtes neigen und anheben des Gerätes wird das Seil kontrolliert wieder freigegeben.

Um dem Vorsteiger Seil auszugeben kann entweder das Bremsseil parallel zum Bild 2Sicherungsseil von oben eingeführt werden, oder man hält  mit dem Daumen das Gerät
an der gelben Kunststoffnase.

Der dazugehörige Karabiner hat einen Twistlock-Verschluss und einen Drahtbügel um das Verdrehen am Gurt zu verhindern. Grundsätzlich ist es auch möglich andere Karabiner zu verwenden. Salewa empfiehlt jedoch die Verwendung des beiliegenden Karabiners, wogegen natürlich auch nichts spricht.

Ich habe das Ergo an unterschiedlichen Seilen im Einsatz gehabt und ausführlich testen können (Edelrid Cobra 10,3mm, Beal Joker 9,1 und Edelrid Hawk 10mm). Ohne Frage kostet das Seilausgeben bei einem alten und aufgequollenen Kletterseil etwas mehr Kraft und Aufmerksamkeit um ein ungewolltes Blockieren zu verhindern. Aber mit etwas Übung
und einem modernen Seil lässt sich auch dies problemlos bewerkstelligen.

Auch das Ablassen des Kletterers geschieht fast schon intuitiv und lässt sich sehr gut dosieren.Bild 4

Das bei fortgeschrittenen Kletterern verbreitete „dynamische Sichern“ ist mit dem Ergo kaum noch möglich. Da das Gerät im Falle des Sturzes blockiert, bleibt lediglich die Möglichkeit des Abspringens vom Boden um den Fangstoß zu verringern.

Bild 3

 

Wer Interesse an wissenschaftlich durchgeführten Test zum Thema Sicherungsgeräte hat, sollte sich folgende DAV Artikel nicht entgehen lassen:

http://www.alpenverein.de/chameleon/public/ec010705-84c4-cc2c-969a-7b1f6e1dd2f7/Sicherungsgeraete-Empfehlung-des-DAV_26172.pdf

http://www.alpenverein.de/bergsport/sicherheit/aktion-sicher-klettern/sicherunsgeraete-im-test-der-dav-sicherheitsforschung-halbautomaten-staerken-schwaechen-unterschiede_aid_16035.html


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

16 + zwölf =