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Outdoorbekleidung einfach erklärt

Wisst ihr wie man Funktionskleidung richtig einsetzt?

In dem folgenden Beitrag, erfahrt ihr, wie man Funktionskleidung richtig einsetzt, aus welchen Materialien sie bestehen und welche Funktion sie begleiten.

THE NORTH FACE Hardshell

Outdoorsportarten wie z. B. Wandern, Trekking, Berg- und Hochtouren, Klettern oder Nordic Walking erfreuen sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Bei allen Aktivitäten spielt die Bekleidung eine wichtige Rolle, denn wenn diese nicht den Anforderungen oder den äußeren Bedingungen entspricht, kann das unschöne Folgen haben. Doch was genau versteht man eigentlich unter Outdoorbekleidung und was zeichnet sie aus? Mit dieser Frage wollen wir uns im Folgenden einmal beschäftigen.

Grundsätzlich steht bei jedem Kleidungsstück, das für Outdoor-Unternehmungen konzipiert wird, die Funktionalität im Vordergrund. Zu den Hauptfunktionen von Outdoorbekleidung zählen unter anderem Atmungsaktivität, Feuchtigkeitstransport, die Regulierung der Körpertemperatur, die Wasser- sowie WindbeständigkeitElastizität und dadurch Bewegungsfreiheit, Robustheit und eine kurze Trocknungszeit. Der Trend ist mit den Jahren dahingegangen, dass neben den funktionellen Aspekten aber auch die Optik bzw. Mode eine größer werdende Rolle spielt. So sind die Kleidungsstücke längst nicht mehr nur auf Funktion ausgelegt, sondern machen auch optisch etwas her, z.B. durch ein innovatives Design, farbliche Akzente, Farbkombinationen oder Muster.

 

Wie wird Outdoorbekleidung aufgeteilt?

Man unterteilt Outdoorbekleidung in drei Schichten, die sich zusammen nach dem sogenannten „Zwiebelprinzip“ kombinieren lassen. Jeder Schicht kommen dabei verschiedene Aufgaben zu. Der Vorteil am Zwiebelprinzip ist, dass sich die Schichten je nach den äußeren Bedingungen an- und ausziehen lassen, somit kann man auf jede Witterung reagieren und ist immer ideal gekleidet.

Odlo Evolution

 

Die erste Schicht, die Unterwäsche ist dafür da, die Körpertemperatur zu regulieren, und Feuchtigkeit schnell vom Körper abzutransportieren. Die Funktionsunterwäsche ist meist eher dünn und liegt eng am Körper an.

 

 

CMP Fleece Jacket

Darauf folgt die mittlere Schicht, auch Isolationsschicht genannt. Eingesetzt werden hier in der Regel Fleecejacken, je nach den äußeren Bedingungen aber auch Hemden/Blusen oder Daunenjacken. Wichtig ist bei der Mittelschicht vor allem der Wärmerückhalt, also die Speicherung der Körperwärme. Außerdem sollte wie bei der ersten Schicht Feuchtigkeit schnell nach außen abgegeben werden.

 

 

Mountain Equipment Ogre JacketDie äußere Schicht dient dazu, vor Wind und Nässe zu schützen. Zudem ist sie atmungsaktiv und lässt die Körperfeuchtigkeit nach außen entweichen. Hier kommen Hardshell– oder Softshelljacken zum Einsatz. Beide Jackentypen haben eine Membran (die bekannteste ist wohl die Gore-Tex Membran, wovon es mehrere Arten gibt, viele Hersteller haben auch eine eigene Membran, z.B. Hyvent bei The North Face, Texapore bei Jack Wolfskin oder Dermizax bei Bergans), wobei die Softshell nur wasserabweisend ist und nicht komplett dicht, da die Nähte nicht versiegelt sind. Die Hardshelljacke ist hingegen wasserdicht und daher für extremere Wetterbedingungen besser geeignet.

 

Aus welchen Materialien wird Outdoorbekleidung üblicherweise hergestellt? – Die gängigen Stoffe im Überblick

  • Polyester ist der Stoff, der am häufigsten bei Outdoorbekleidung vorkommt. Es ist sehr vielseitig und kann für nahezu jeden Zweck verwendet werden. Die Merkmale sind eine kurze Trocknungszeit und eine hohe Atmungsaktivität. Auch wasser- und winddichte Kleidungsstücke, sowie auch Fleece sind oft aus Polyester gemacht.
  • Polyamid (Nylon) ist ein Material, das vor allem sehr robust, abriebfest und reißfest ist. Es kommt oft in Verbindung mit anderen Materialien zum Einsatz, oder bei einer Membran.
  • Polypropylen ist eine leichte Kunstfaser, die atmungsaktiv und relativ dehnbar ist. Sie hat auch eine kurze Trocknungszeit.
  • Elasthan (Lycra) kommt immer dann zum Einsatz, wenn Elastizität und Bewegungsfreiheit bei einem Kleidungsstück gefragt sind. Es ist sehr dehnbar, leiert dabei aber nicht aus.
  • Merinowolle kommt meistens bei der 1. Schicht zum Einsatz. Die Vorteile von Merinowolle sind, dass sie eine antibakterielle Wirkung hat und schnell trocknet. Sie ist leicht, kühlt bei Wärme und wärmt sogar wenn sie feucht oder nass ist. Sie verfügt auch über eine gewisse Atmungsaktivität, jedoch ist bei besonders schweißtreibenden Aktivitäten ein Kleidungsstück aus Kunstfaser besser geeignet.

Baumwolle ist sehr hautfreundlich, bequem und komfortabel, jedoch kann sie Feuchtigkeit nicht gut abtransportieren, sondern nimmt sie zum Teil selbst auf und trocknet nur langsam wieder. Daher ist Baumwolle für Outdoorbekleidung eher ungeeignet und kommt nur wenig zum Einsatz, bzw. nur in Verbindung mit anderen Materialien.

 

Pflege von Outdoorbekleidung

Wichtig ist, dass man die Kleidungsstücke – wie alle Gegenstände, die man regelmäßig benutzt – entsprechend pflegt, damit die Beschaffenheit des Materials und die funktionellen Eigenschaften erhalten bleiben. Informationen und Tipps zur Pflege von Funktionsbekleidung haben wir in unserem „Ratgeber“ zusammengestellt.

THE NORTH FACE Hardshell

Bildquelle: The North Face Spring 2016 Rainwear. Johnny Collinson. Angel Collinson. Sam Elias. Lofoten, Norway. Photographer: Tim Kemple

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