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Tim Steffinger unterwegs in Norwegen

Tim Steffinger unterwegs in Norwegen

expedalition

naturzeit Mitarbeiter Tim Steffinger mit Freund Johannes Pietsch unterwegs in Norwegen. Das Besondere: Sie reisen lediglich mit Fahrrad, Anhänger und ihrer Camping- und Skiausrüstung durch das Land im Norden. Sie nutzten die Ausrüstung von Ergon-Bike, Topeak und Julbo

Start der Reise

„In Bodø waren wir erstmal erleichtert, dass alle unsere 5 Gepäckstücke angekommen sind. Nach einer Nacht im Flughafen ging es an den Zusammenbau der Fahrräder für die Expedition. Die ersten Meter mit unseren Anhängern an den Fahrrädern waren gewöhnungsbedürftig. Nach einigem Austarieren des Anhängers ging es dann auf die Fähre.

 

 

 

 

 

Die erste Zeltnacht verbrachten wir dann an der Westspitze der Lofoten. Von nun an geht es Tag für Tag Richtung Osten. Die Winterschlafsäcke tun ihren Dienst und unser Zelt trotzt den norwegischen Winden. Die Skitouren sind traumhaft und das Wetter auch. Jetzt heißt es aber erst einmal warten, da Regen angesagt ist.“

Regen, duschen und die Männergrippe

„Die beiden Regentage waren dank ‚echten‘ Campingplatzes mit Aufenthaltsraum schnell ausgesessen. Wärme und Regen hatten der Schneedecke stark zugesetzt. Trotzdem konnten wir, jetzt schon weiter im schneereicheren Osten, noch einige schöne Skitouren machen; u.a. die absoluten Klassiker Blåtinden und Geitgallen.
Momentan warten wir auf dem zweiten ‚erkauften‘ Zeltplatz („endlich wieder duschen“) einen furchtbar nasskalten Regentag und die Genesung einer Mini(männer)Grippe von Jonathan ab. So bald wie möglich geht es dann in der Osterwoche über Melbu weiter Richtung Narvik.“

Erzwungene Pause

Nachdem wir den letzten Regentag in einer Schutzhütte mit lustigen Norwegern ausgestanden hatten, setzen wir mit der Fähre nach Melbu über. Hier verändert sich die Landschaft. Die Berge werden größer, weniger schroff, aber nicht weniger spektakulär. Nach unserer „erzwungenen“ Pause ging es wieder los mit Skitouren. Allerdings auf einem tragfähigen Harschdeckel, der sich besser fährt als eine Skipiste.

Eisiger Ostwind machte uns in den Abendstunden meist zu schaffen. Wir stellen jetzt immer unser Zelt auf Ostseiten auf, um mit der Morgensonne aufzutauen.

Auf kleinen Straßen radelten wir Richtung Harstad. Auf den Schlaglochpisten ernteten wir dann auch den ersten Platten. Auf unserem Wunschzettel für die nächste und letzte Woche stehen noch mindestens 3 Skitouren, kein Regen und keine Pannen.

Eisernes Credo missachtet

Nach kalter Nacht und langer Radetappe mit einem Bier auf einer sonnigen Veranda sitzen. Da fällt es schwer, sich für eine Skitour zu motivieren. So haben wir in Harstad zum ersten Mal unser eisernes Credo missachtet, jeden schönen Tag unbedingt auszunutzen.

Bald darauf erfuhren wir, dass uns nur noch drei Tage bleiben würden, bevor eine massive Schlechtwetterfront Nordnorwegen erreicht. Es folgten eine letzte Skitour vor dem Festland und viele, viele Radkilometer.

Einen Abend vor dem Regen kurz vor Narvik und damit am östlichsten Punkt unserer #expedalition angekommen, gönnten wir uns noch ein erfrischendes Bad im arktischen Meer. Die Busreise zurück nach Bodø, eine allerletzte Tour im dortigen Hinterland und der Heimflug konnten dann bei Schmuddelwetter in Angriff genommen werden.

Bilder & Text von Tim Steffinger



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